Grüne im Kreistag: Landrat Lauer darf sich nicht wegducken Tierschutzverein Untere Saar muss Transparenz herstellen

 

Die Vorgänge um die Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Untere Saar, deren Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Dillinger Stadthalle stattfand, stoßen auf Kritik der Grünen im Kreistag. Zur Versammlung wurden weder potenzielle Mitglieder oder Gäste als auch am Verein Interessierte und ebenso wenig die Presse zu-gelassen. Der Zugang zum Saal wurde diesen sogar von Security Mitarbeitern versperrt. Insbesondere wird das Verhalten von Landrat Lauer als oberstem Vertreter von 20 Kommunen, die das Tierheim in Dillingen mit rund einer Viertel Million Euro jährlich mitfinanzieren, kritisiert. Dieser sagte gegenüber der Saarbrücker Zeitung, dass es nicht seine Aufgabe sei, hier Stellung zu beziehen.

Hierzu erklärt der Grünen Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Klaus Kessler: „Wenn ein Verein, dessen Tierheim erheblich mit öffentlichen Geldern finanziert wird, in der Mitgliederversammlung die Öffentlichkeit ausschließt, fehlt die notwendige Transparenz im Umgang mit der Öffentlichkeit schlechthin. Es entsteht Missmut bei Betroffenen, Misstrauen bei Sympathisanten und Tierschutzfreunden aber ebenso der Eindruck von Mauschelei, so als ob der Verein etwas zu verbergen hätte. Das schadet dem Verein und der Tierschutzidee und belastet viele engagierte ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer. Jetzt ist Landrat Lauer gefragt, er darf sich nicht wegducken, ohne Stellung zu beziehen, wenn es in dem Zusammenhang um öffentliche Gelder geht. Auch seine Aussage, dass es für ihn erst ernst wird und er das Gespräch suchen werde, wenn das Tierwohl gefährdet sei, ist nicht akzeptabel. Die intransparenten Vorgänge beim Tierschutzverein müssen ihn interessieren, er hat letztendlich auch eine kommunale Kontrollfunktion und oberste Verantwortung für alle Kommunen, die das Tierheim Dillingen mit finanzieren. Ich erwarte, dazu, dass er jetzt nach dieser Versammlung den Vorstand des Vereins zu einem Klärungsgespräch einbestellt, um Misstrauen auszuräumen und offene Fragen zu beantworten, damit verloren gegangenes Vertrauen in der Öffentlichkeit wieder hergestellt wird.“

Die Grünen werden außerdem beantragen, das Thema auf die Tagesordnung des öffentlichen Teils der nächsten Kreisausschusssitzung am 19.04.2018 zu setzen.